Förderung und Differenzierung

 

 Jedes Kind ist und lernt anders. Diese Verschiedenartigkeit wahrzunehmen und individuell auf jeden eingehen zu können, ist Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. In kleinen Lerngruppen gehen wir auf unsere Schüler ein. Gemeinsam mit Beratungslehrkräften entwickeln wir Förderpläne und Maßnahmen, um ihnen eine erfolgreiche schulische Mitarbeit zu ermöglichen. Die Elternarbeit spielt hierbei eine zentrale und wichtige Rolle und ist unabdingbar. Im Fach Deutsch erhalten alle Schüler im Jahrgang 5 und 6 eine Lesekompetenzstunde. Zudem werden Projekte (Vorlesen im Altenheim, Lesekisten) angeboten. In Klasse 5 bieten wir für alle Schüler eine Rechtschreibstunde am Vormittag an. Schüler mit einer Rechtschreibschwäche werden  gesondert von einer ausgebildeten Lehrkraft begleitet. Für Schüler mit Konzentrationsschwierigkeiten bieten wir seit Herbst 2018 ein Konzentrationstraining im speziell eingerichteten Trainingsraum an

 

LRS-Förderung an der Schule im Ostergrund

 

  1. Handlungsbedarf der Schule

Die Verordnung formuliert ohne Einschränkung für alle Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens einen Bedarf an individueller Förderung.

Diesen Bedarf kann die Schule durch die Fachlehrer im Rahmen des regulären Unterrichts bzw. anhand von Leistungsüberprüfungen feststellen.

Zusätzlich werden fachlich-pädagogische Feststellungsverfahren angewandt, um die Feststellungen zu konkretisieren.

 

  1. Fachlich-pädagogische Feststellung an unserer Schule

 

Am Anfang der 5. Klasse haben unsere Schülerinnen und Schüler erfahrungsgemäß noch sehr unterschiedliche Kompetenzen im Bereich Lesen und Rechtschreiben. Deshalb richten insbesondere die Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer innerhalb des ersten Halbjahres der Klasse 5 ihr besonderes Augenmerk darauf, die Leistungsfähigkeit in diesen Bereichen zu beobachten und eventuelle individuelle Förderbedarfe zu erkennen.

Maßnahmen der individuellen Förderung

 

  1. Deutsch-Förderstunde

    Für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 ist eine Deutsch-Förderstunde in der regulären Stundentafel vorgesehen. In dieser Stunde werden unabhängig vom Deutsch-Fachunterricht didaktisch aufbereitete Übungen und Aufgaben im Bereich Rechtschreibung und Textgestaltung durchgeführt.

     

  2. Lesekompetenz

    Wie auch die Deutsch-Förderstunde im Bereich Rechtschreibung, ist ebenfalls für alle Schülerinnen und Schüler eine Lesekompetenz-Stunde in der Stundentafel manifestiert. Sie bildet das Gegenstück zur Deutsch-Förderstunde und beinhaltet die Förderung und Erweiterung der Lesekompetenz, Lesestrategien, Umgang und Auswahl mit Literatur (Festschriften), Buchvorstellungen, Lautleseübungen und einen Vorlesewettbewerb. Die Lesekompetenzstunde findet auch noch im Jahrgang 6 statt und wird von einer Deutsch Fachlehrkraft abgehalten.

     

  3. LRS-Förderkurs

    Bei einem festgestellten hohen Unterstützungsbedarf im Bereich des Lesens und Rechtschreibung informiert die Deutschlehrkraft die Ansprechpartnerinnen für LRS, welche eine Aufnahme in den LRS-Förderkurs erwägt. Die Teilnahme am Förderkurs ist der zentrale Kern der weiterführenden LRS-Förderung.

    Die Zuweisung erfolgt i.d.R. halbjährlich und bedarf der Zustimmung der Deutschlehrkraft und der LRS-Lehrkraft.

    Die regelmäßige und zuverlässige Teilnahme ist verpflichtendund kann bei mehr als drei unentschuldigten Versäumnissen zur Aufhebung etwaiger Nachteilsausgleiche führen.

    Der LRS-Förderkurs wendet sich den im Erlass formulierten Schwerpunkten zu:

  4. Rechtschreibübungen, die geeignet sind, die Rechtschreibsicherheit zu verbessern.

  5. Schreibübungen, die zu einer formklareren, bewegungsrichtigen und zügigeren Handschrift führen – besonders auch das Schreiben der Druckschrift.

  6. Leseübungen, die in Verbindung mit der allgemeinen Sprachförderung geeignet sind, die Lesefähigkeit zu fördern (systematische Ergänzung der Lesekompetenz, Benutzung von motivierendem Lesematerial, Anregung zum selbstständigen Lesen).

  7. Aufmerksamkeit und Sinneswahrnehmung, wird ebenfalls fest im Förderkonzept angeregt und durch gezielte Übungen und Materialen geschult. Beides bildet eine unabdingbare Ergänzung im Sinne einer ganzheitlichen, individuellen Förderung.

     

    Die Lernfortschritte werden von der LRS-Lehrkraft halbjährlich evaluiert.

     

  8. Förderung im Elternhaus

    Bei einem Unterstützungsbedarf im Bereich des Lesens und Rechtschreibens ist es im Sinne des gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrages von Schule und Elternhaus wichtig, alle Chancen und die ganze Vielfalt einer individuellen Förderung zu nutzen. So bedürfen zum einen die innerschulischen Maßnahmen der Unterstützung der Eltern. Darüber hinaus werden zum anderen die Deutsch-Lehrkraft oder die Ansprechpartnerinnen für LRS mit den Eltern Möglichkeiten der zusätzlichen außerschulischen bzw. heimischen Förderung besprechen, wie z.B. das selbstständige Arbeiten mit speziellem Übungsmaterial zu Hause. Diese aktive Mitwirkung des Elternhauses ist notwendig, um den Lernfortschritt des eigenen Kindes wirksam voranzubringen.

 

 


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