Erstens kommt es anders und dann auch noch schneller als man denkt. Die Klasse F6a von Frau Kurz hat es Ende Oktober kalt erwischt. Denn dank einer Coronainfektion von Mitschülern befindet sich die komplette Klasse mit ihren 24 Schülerinnen und Schülern nun im Distanzunterricht.

Am Freitagmittag gingen man vergnügt ins Wochenende, um dann wenige Stunden später zu erfahren, dass man nun erstmal nicht mehr in die Schule kommen darf.

Stattdessen heißt es seitdem, die Schulbank von zuhause aus zu drücken - als erste Klasse im unfreiwilligen Distanzunterricht und mit einer vom Gesundheitsamt verhängten Quarantäne. Deshalb stand am Montag nach dem ersten Schock erst einmal das Anmelden im Schulportal an. Wie war noch einmal das Passwort? Dem konnte zum Glück durch Luisa Deutscher Abhilfe geleistet werden. Sie versorgte die Schüler mit Passwörtern und Hilfestellungen. Wesentlich routinierter als beim ersten Mal gingen die Mädchen und Jungen an die Arbeit und waren recht schnell wieder aktiv im Schulportal Hessen unterwegs. Schlussendlich sind nun 22 Schüler dort aktiv, um ihre Aufgaben zu erledigen. Die übigen zwei wurden von Dieter Eichenauer, dem Sozialpädagogen,  mit Lernpäckchen versorgt.

Am nächsten Schultag war dann Premiere. Die Klassenlehrerin Annika Kurz wollte ihren Schülern auch am Vormittag präsent sein und lud zur ersten Jitsi Videokonferenz ein. Per Link bekam man Einladung. Nur noch draufklicken und schon ist man drin. Und es funktionierte. Die erste Gruppe um halb neun war fast vollständig da und auch in der zweiten Gruppe waren die Schüler schnell vor Ort (leider können drei aufgrund des Datenvolumens nicht teilnehmen). Nach und nach zoomten die Mädchen und Jungen in die Gruppen rein und man freute sich gemeinsam, sich nun in fast bekannterweise zu sehen. Die kleinen technischen Hürden nahm man gelassen an und so flog mal einer raus, kam aber wieder zurück, mal ruckelten der Ton oder das Bild. Aber nichts davon hielt die Klasse von der Durchführung der Videkonferenzen ab. Von Tag zu Tag wurde man entspannter und kam schon fast routinemäßig in den Konferenzraum hinein, um miteinander zu sprechen, Fragen zu klären und sich mal zu sehen. Insgesamt sind alle sehr zufrieden mit dem System, welches das Distanzlernen definitiv unterstützt. Problematisch sind vor allem Hintergrundgeräusche sowie teilweise die technischen Voraussetzungen. Dennoch, die Klasse macht weiter so - wenigstens so lange bis sie endlich wieder in ihren Klassenraum in der SiO darf. Denn diesen und Unterricht vor Ort kann einfach nichts ersetzen. Nur zweitweise unterstützen.

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